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Bedeutung der Tarotkarte „Der Narr“

Donnerstag, 15. Januar 2009

Der NarrEntgegen der gesellschaftlichen meist negativen Deutung des Narren, bezeichnet diese Tarotkarte auch vielerlei positive Eigenschaften. Der Narr steht für das Kind in ihnen. Die Unbekümmertheit, wie sie nur ein kindliches Gemüt mit sich tragen kann, dass noch unbeschwert von der Welten Leiden ist und sich nicht durch schlechte Erfahrungen zum Erwachsenwerden hat drängen lassen. Es ist die zu bewundernde Sorglosigkeit, mit der der Narr an Dinge herangeht, ohne all zu viele Erwartungen daran zu knüpfen. Natürlich schwelgt hier auch ein gewisser Leichtsinn, eine Unbedarftheit mit, die einem solchen Gemüt innewohnt. Ob diese Verspieltheit nun eine innere Weisheit ausdrückt, oder aber aus dem Wunsch geboren wird, nie erwachsen werden zu wollen und somit an sich ein Verdrängungsprozess darstellt, muss von jedem selbst reflektiert werden. Vielleicht ist es also die demutsvolle Einsicht in das wirkliche Leben. Das Eingeständnis in eine gewisse Machtlosigkeit, die aber auch zur Freiheit und Genuss führt und Verantwortung verschwinden lässt, oder aber die Flucht nach vorne unter der Maske des Narren. In jedem Fall ist der Narr ein offener Mensch, der durch Spontanität und Witz glänzt. Er kann ein guter Unterhalter sein und kontrastiert herrlich zu der Ernsthaftigkeit des Lebens. Auch als Berater wurde er schon von Königen eingesetzt und kann zu ganz neuen Einsichten führen. Seine Denkweise ist unorthodox und verspricht in jedem Fall Abwechslung. Als Tollpatsch oder Chaot berühmt berüchtigt, ist er auch der beste Beweis dafür, dass man oft hinfallen kann, solange man nur einmal mehr aufsteht.


Bildquelle: vulkanhexen.de